In Gedenken

SV Blau Weiss Berolina Mitte 49 e.V.

Hanne Dubiel

Am 8.März 2016 verstarb uns Hanne! Am 11.4 2016 verabschiedeten wir unseren Freund, unseren Alterspräsidenten Hans Dubiel, einen großen Berolinen.

 

Hanne war ein Mensch, der bis zuletzt keine Verantwortung scheute. Er war seinen Traditionen verpflichtet, ohne dem Neuen gegenüber verschlossen zu sein. Für ihn war es bis zuletzt selbstverständlich, dass er Aufgaben für seine Blau Weiße Berolina übernahm. Man wusste Hanne war da und ohne ihn zu fragen, stand er bereit. Auf Hanne konnte man sich verlassen.

Mit seinen Freunden Peter Klein und Manfred Willfahrt hat Hans Dubiel dafür Sorge getragen, dass es den Verein Blau Weiß Berolina Mitte in der heutigen Form gibt. Sie waren es, die die Vereine Medizin Mitte und die BSG Motor Berolina geeint haben. Dies geschah zu einer Zeit als die Werte Einheit und Solidarität gefordert waren. So ist der Verein Blau Weiss Berolina Mitte nichts anderes als ein Abbild der Zeit des Jahres 1991. Hans war klug und weise auf die Einheit Deutschlands mit dem Zusammenschluss der Vereine zu reagieren.

Hanne hat Verantwortung getragen. Er wusste den Fußball und die Bedeutung des Fußballs richtig einzuschätzen. Fußball ist und bleibt die schönste Nebensache der Welt. Verantwortung kann man in unterschiedlicher Art und Weise ausüben. Die Art und Weise, in der Hanne die Verantwortung ausgeübt hat, ist Vorbild allen Handelns. Zu seiner aktiven Zeit als Fußballer war Hanne ein beruhigter Mensch. Keiner seiner Mitspieler von Medizin Mitte konnte uns etwas Verhaltensauffälliges mitteilen. Auch abseits des Feldes war Hanne eine beruhigende Kraft. Er musste nicht laut werden, um gehört zu werden. Hanne war ein guter Zuhörer und jeder war gut beraten, ihm zuzuhören. Hanne war leise, Hanne war weise. Wenn Hanne gesprochen hat, so gab es viel zu lernen. Sein Rat war wichtig, Kritik niemals schmähend, sondern aufbauend und in die Zukunft gewandt. Hanne war einer der Väter des Vereins.

Wenn jemand sich seinen Traditionen verpflichtet fühlt, so ist dies kein Makel, sondern Ausdruck von Verbundenheit. Hanne hatte diese Verbundenheit zu seiner Familie, seinen Freunden und dem Verein. Er sah einen Verein aus der Mitte Berlins, der sich wandelte und weiterhin wandeln wird. Es gibt Menschen, die leben in ihrer Tradition und in tradierten Werten. Hanne ist ein Beispiel dafür, dass man Traditionen pflegen und bewahren kann, auf der anderen Seite aber ein aufgeschlossener Mensch bleibt. Die Mitte Berlins ist der Mittelpunkt Berlins. Die Menschen, die in Berlin Mitte leben, sind anders geworden. Die Vielfalt ist größer geworden und so stellt sich auch der Verein weltoffen und vielfältig dar. Vor dieser Art der Weltoffenheit hat Hanne keinerlei Angst. Im Gegenteil, ihm gefiel, wie sich der Verein entwickelte, dessen Geschicke er über Jahrzehnte mit begleitete und mit leitete. Diese Art von Verantwortung wollen und müssen wir weitertragen. Wir dürfen und müssen unseren Traditionen verpflichtet sein, wir dürfen und müssen weltoffen sein. Die Werteeinheit, Solidarität und Menschlichkeit bieten einen sicheren Hafen für alle Berolinen. Wir nennen uns die Bero-Familie. Wie in jeder Familie gibt es engere und weniger enge Bande. In schwerer Zeit soll eine Familie eng beieinander stehen. Hier muss es die Hilfe und Solidarität geben, um die Sorgen der Menschen ernst nehmen und lösen zu können.

Mit Hanne ging ein gewichtiger Teil der Familie. Die Familie hat einen Menschen verloren, der Seele und Herz zugleich war. Hanne war ein großer Fan von Berolina. Einen Fan zeichnet es aus, dass er in guten wie in schlechten Zeiten zu seinem Verein, zu seiner Mannschaft steht. Auch hier war Hanne vorbildlich.

 

Wir werden Hanne in tiefer Trauer immer in guter Erinnerung behalten.

 

Er wird uns fehlen.

 

Du, lieber Hanne bist nicht mehr da, wo du warst. Aber du bist überall, wo wir sind. Du hast für deine Verdienste um den Verein die goldene Ehrennadel erhalten. Ein großer Beroline ist gegangen. Ruhe in Frieden!

 

 

Frank Künecke
Einschlafen dürfen, wenn man müde ist und eine Last fallen lassen, die man sehr lange getragen hat, das ist eine wunderbare Sache.
Der SV Blau Weiss Berolina Mitte 1949 e.V. nimmt Abschied von einem wunderbaren Menschen, unserem Freund und Sportkameraden Frank Künecke, den wir alle Leo nannten. Leo war unsere Nummer 1 auf dem Großfeld, ein unvergessener Keeper. Zwei Zitate aus den Bero-Sportheften mögen dies belegen: „Leo Künecke parierte so nebenbei wiedermal einen Elfer, wohl der achte von neunen und reagierte auch bei einem Kopfball aus Nahdistanz.“ „Wieder muss Keeper Leo Künecke hervorgehoben werden, er reagiert in den seltenen Prüfungen nicht nur tadelsfrei, sondern bestätigte wieder einmal seinen Elfertöter-Instinkt. Ein Vorbild für unsere jungen Keeper in Sachen Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit und Leistung.“ Leo war ein Elfmetertöter, zehn von elf Elfmetern in einer Saison, da wird man nicht viele finden. So machte Leo seinen besten Freund Stecki zum Torschützenkönig bei einem internationalen Fußballturnier in Österreich. Er hielt drei Elfmeter des Konkurenten, während Stecki seine Elfmeter bei einem anderen Torwart sicher verwandelte. Als Ü 40 Spieler zeichnete sich Leo als letzter Mann und rechter Verteidiger in Berlins höchster Spielklasse der Verbandsliga aus. Sportlich fair, zuverlässig, bescheiden, witzig mit einem Hang zum Reinschippen der Bälle, konsequent gegen den Ball spielend, Leo fiel die Umstellung vom Torwart zum Feldspieler nicht schwer. Der Fußball hat Leos zu kurzes Leben mitbestimmt, ob mit seinem Sohn Steven, ob mit Lebensgefährtin Netti, sie waren alle dabei. Mit seiner „Kleenen“ Stecki, Plätte, Heiko verband ihn eine tiefe Freundschaft. Leo erhielt die silberne Vereinsehrennadel, gemeinsam mit seinen Bero-Freunden eben für dieses vorbildliche freundschaftliche Verhalten, das uns allen als Beispiel dienen mag. Die Freunde Netti, Stecki, Heiko und viele Beros waren auch da, als es Leo zusehends schlechter ging. Gemeinsam wurde gebangt, gehofft, verabschiedet. Leos Gedanken sind auf Dauer im Forum unseres Vereins niedergeschrieben: Nach dem letzten 6:2 Sieg bei unseren Nachbarn vom SV Empor schreibt er: „Wie kann das denn sein? Ohne Glücksbringer Leo. Danke Männer! Diese Klatsche hilft meinem Genesungsverlauf ungemein. Sorry Empi, aber dies war mal fällig.“ Zuletzt am 16. September: „Nach einer Klasseleistung vom letzten Freitag sah der Leo wieder ein saustarkes Spiel unserer Truppe. Starke Leistung der gesamten Mannschaft und Balsam ür meine Seele.“ Die gute Seele Leo fehlt uns sehr. Selbst bis zuletzt machte sich Leo Sorgen um seine Mitmenschen und seine AK 40. Seinen letzten Kampf konnte Leo nicht gewinnen, er musste sich verabschieden von dieser Welt. Seinen Wunsch in der Ü 50 aufzulaufen erfüllte sich nicht. Leo wurde nur 49 Jahre alt. Du, lieber Leo bist nicht mehr da, wo Du warst. Aber Du bist überall, wo wir sind. In diesem Sinne ein letzter sportlicher Gruß. Einmal Bero, immer Bero lieber Leo! Du bleibst unvergessen.

 

Im Johannes Evangelium heißt es: „Ihr seid jetzt traurig aber ich werde Euch wiedersehen. Dann wird Euer Herz sich freuen und Eure Freude wird Euch niemand nehmen.“

 

Wir werden Dich wiedersehen lieber Leo.

 

Deine Beros

 

 

Alexander und Peter von Baehr
Im Alter von nur 20 Jahren wurden unser Sportfreund Peter von Baehr (rechts) und sein Onkel Alexander am 21. 04. 2006 Opfer eines brutalen Mordes. Mit tiefer Trauer, Bestürzung und Abscheu über eine so grauenvolle Tat stehen wir fassungslos da. Wir können und wollen es nicht glauben. Ein Freund – Freunde von Peter sagen, sein bester Freund – hat den beiden jungen Männern brutal das Leben genommen. Was macht das Wort Freund nach dieser Tat noch für einen Sinn? Wir wissen nicht was wir sagen, denken und fühlen sollen. Wut macht sich breit! Peter in seiner gemütlichen Art war lieb, verlor kaum ein böses Wort und ging Streit immer aus dem Weg. Er war ein begnadeter Fußballer, kein Ballschlepper oder Arbeiter. Nein, sowohl im Sport als auch im Wort bevorzugte er die feine Klinge. Hier und da musste man ihn einen Minimalisten nennen, der mit mehr Engagement sicher nicht nur im Fußball das Zeug zu einer Führungspersönlichkeit hatte. Wir werden ihn vermissen. Es gibt keine Gerechtigkeit, dass Leben ist nicht fair. Es ist hart und umbarmherzig. Warum?
Ich hoffe für alle die Schmerz empfinden, dass wir irgendwann bei Peter stehen können und denken:“Wenn ich hier steh, schau ich nicht traurig hernieder. Ich schaue auf, dort finde ich Peter wieder.“ Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen.

 

Unter Kondolenzseite für Peter und Alexander von Baehr könnt ihr euch alle eintragen.

 

Im Namen des Vorstandes und aller Berolinnen Uwe Ledwig

 

 

Reinhold Schwermer
In tiefer Trauer und mit Bestürzung geben wir das Ableben unseres Freundes, Fan und Förderers Reinhold Schwermer bekannt. Alles Leben ist vergänglich, aber die Ziele und die Erinnerungen der Lieben bleiben. Ruhe in Frieden. Am 30. März 2001 verstarb unser lieber Freund und Förderer Reinhold Schwermer. Die Liebe zum Sport und vor allem die Liebe zu Kindern trieben ihn regelrecht auf den Sportplatz. Keines der Kinder war sein Enkel, aber alle sahen ihn wie ihren Opa. Obwohl er selbst sicher nicht viel hatte und für sein Geld bei der Firma Piepenbrock Dienstleistungen hart arbeiten musste, gab er das was er entbehren konnte für die Sache des Sports und für die Kinder. Auf dem Sportplatz war er beliebt und gern gesehen, alle im Verein kannten Reinhold. Ruhig aber nicht unbestimmt und immer bescheiden hörte er zu. Selten gab er seine Meinung zum Besten, aber wenn es passierte dann aus gutem Grund. Dann war es auch besser „stramm zu stehen“. Er wusste sich zu behaupten, ohne aber das Ziel und den Anstand aus den Augen zu verlieren. Als die bittere Erkenntnis wahr wurde flossen viele Tränen und nicht nur bei den Kleinen. Zu früh hat es wieder einen aus dem Leben gerissen, der noch viel vor hatte und der noch gebraucht wurde. Bei uns, bei seiner Frau und in seiner Familie. Das Leben ist hart und auch nicht fair, warum er und zu dieser Zeit? Gerade war er in den Ruhestand getreten. Kurz vor seinen Ableben hatte er seinen Geburtstag gefeiert, wo? Na wo schon! Im Vereinsheim auf dem Fußballplatz. Alle wussten, er hat nicht mehr viel Zeit. Aber Reinhold strahlte Zuversicht und Zufriedenheit aus. So war er halt, vielleicht auch manchmal zu bescheiden.